8. Woche

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Der eigentliche Grund meiner Miami Reise läutet die 8. Woche ein. Es ist Sonntag, 1. April, und - zum Glück kein Scherz - ich bin als VIP Gast zu der internationalen Beauty & Barber Show geladen.
Im Miami Beach Convention Center angekommen, arbeite ich mich durch die Halle. Diese ist mit 4½ tsd. m2 - das entspricht gerade noch der Größe eines Fußballfeldes - recht überschaubar. Rund 140 Aussteller haben sich eingefunden und zeigen teils innovative Ideen. Ein Hersteller hat es mir besonders angetan. Denn er hat eine Lösung für das leidige Fönkabelsystem gefunden. Der Fön schwebt über den Stylisten an einer Art Seilzug, dessen Höhe verstellt werden kann und der den Fön gleichzeitig mit Strom versorgt. Tatsächlich scheint es ein gut durchdachtes, funktionierendes Gerät zu sein. Ich lasse mir auf jeden Fall alle Daten geben, auch wenn das Modell in Europa noch nicht lieferbar ist.
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Mal sehen, vielleicht bin ich ja einer der ersten, der es verwendet. Mittags interviewe ich Joseph LaManna, den Begründer und Veranstalter der Show. Nach einem informativen, kurzweiligen Gespräch schenkt er mir beiläufig Freikarten für einen der imposantesten Clubs in Miami Beach. Im Club Mansion verbringe ich dann auch nach einem sonnigen Strandnachmittag meinen letzten Abend in Miami.
Wieder in Cleveland angekommen, stelle ich fest, dass mein Gepäck nicht so glücklich war wie ich und abermals in den unendlichen Tiefen der Flughafen-Förderbänder verschollen ist. Bin gespannt, wie lang der Koffer diesmal unterwegs sein wird.
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Ich muss auf jeden Fall weiter, der 2. Teil des Living your dreams Seminars beginnt schon in wenigen Stunden. Im Seminar spezifizieren wir unser Lebens-Storybord und erarbeiten ausführlich Ziele für die nächsten 90 Tage, das kommende Jahr sowie die 5 bevorstehenden Jahren. Gar nicht so einfach, alle Zeitabschnitte mit Terminen und Details zu füllen. Bilder zu jedem Punkt individualisieren zusätzlich und lassen uns viel über uns selbst und unsere Vorstellungen wahrnehmen. Das Seminar knüpft erwartungsgemäß an die vergangene Woche an. Ich bin begierig auf die letzten beiden Seminartage.
Am nächsten morgen, wer hätte es gedacht, steht tatsächlich mein Koffer vor der Tür. Gar nicht schlecht, sie werden zumindest schneller.
Mittwochs bin ich als Gast zur DiJulius Familie eingeladen. Nach einem ausgezeichneten Dinner in einem asiatischem Steak House - hier wird das Essen samt Show direkt am Tisch zubereitet - beziehe ich mein heutiges „Gemach“ im Hause meiner Chefs, einem sehr eindrucksvollem Anwesen. Der Fernseher hat über 1 m2 Bildschirmfläche, auch sonst ist alles recht amerikanisch, im XXL Format. Nach ein paar Partien Billard sowie Dart gegen John DiJulius (nein, ich hab ihn nicht gewinnen lassen), hab ich seiner Frau und seinem ältestem Sohn beigebracht, wie eine Flasche Bier richtig geöffnet wird. Mit alleiniger Zuhilfenahme einer weiteren Flasche Bier, das versteht sich natürlich von selbst. Sie waren begeistert und fanden es cool und haben es gleich fleißig ausprobiert. Nur trinken wollten sie nicht alle. Nun gut, da hab ich mich eben opfern müssen.
Zum Wochenende meldet sich der Winter unerwartet heftig zurück. Die Temperatur fällt innerhalb weniger Tage um über 25°C und 20 cm Neuschnee samt Schneesturm bilden den Wochenausklang.

 





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